Raus von Zuhause – Rein ins Studentenwohnheim

Schon bevor ich mein Abi in der Tasche hatte, stand für mich eins fest: ich möchte unbedingt von zu Hause ausziehen. Versteht mich nicht falsch, ich liebe meine Heimatstadt München aber dennoch wollte ich unbedingt mal etwas Neues sehen, andere Leute kennenlernen und mich in eine vollkommen fremde Kultur (nämlich die Schwäbische) einleben.

Meine Wahl fiel dann schließlich auf Stuttgart und da ich schon einige Geschichten über den katastrophalen Wohnungsmarkt in dieser Stadt gehört habe, entschied ich mich frühzeitig (also bereits 6 Monate im Voraus) dafür, eine Bewerbung für die Studentenwohnheime einzureichen. Relativ zügig kam auch schon eine Zusage und der tatsächliche Umzug stand bereits schneller vor der Tür als gedacht.

Mein Wohnheim ist in verschiedene Wohngemeinschaften aufgeteilt. Ich zum Beispiel lebe zusammen mit drei anderen Mitbewohnern und wir teilen uns zu viert eine Küche, einen Ess-/ und Wohnbereich und zwei Badezimmer. Zusätzlich hat jeder noch ein eigenes 12-qm großes Zimmer.

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Nachdem ich mittlerweile schon über ein Jahr dort wohne und einige Erfahrungen gemacht habe, zähle ich mal die Vor- und Nachteile auf:

Negativ:

-Lautstärke: Wenn man in einem Studentenwohnheim lebt, muss man natürlich mit zahlreichen Partys rechnen. An sich ist das ja kein Problem, nur wenn man für Klausuren lernen möchte oder am nächsten Tag früh aufstehen muss, werden Ohropax ein absolutes Essential.

-Schmutz: Bei uns gibt es keinen Putzplan und jeder macht mehr oder weniger regelmäßig seinen eigenen „Dreck“ weg. Natürlich fühlt sich aber selten jemand dafür verantwortlich den Müll zu entsorgen, das Bad zu putzen oder Gemeinschaftsräume zu staubsaugen, weshalb diese Bereiche auch selten sauber sind.

-Mitbewohner: Der Unterschied zu den üblichen WG’s ist hier, dass es sich um eine reine „Zweck-WG“ handelt. Man kann sich seine Mitbewohner nicht selbst aussuchen und somit lebt man nicht immer mit den angenehmsten Menschen zusammen. Ich habe schon einige Leute hier kommen und gehen sehen und dadurch auch ein paar ziemlich Rücksichtslose kennenlernen müssen.

Positiv:

 +Preis: Ich würde behaupten, dass man nirgendwo sonst in Stuttgart (Mitte) so günstig   eine Unterkunft findet. Auch Strom, Wasser und Internet sind bereits in den Mietkosten mit inbegriffen.

+Unkompliziert: Ein Umzug in ein Studentenwohnheim ist um einiges leichter als normalerweise. Die Wohnungen hier sind komplett möbliert und ausgestattet, Internetanschluss ist bereits vorhanden und es kommt auch nicht zu regelmäßigen „WG-Castings“, da sich darum ebenfalls das Studierendenwerk kümmert. Auch wenn etwas defekt ist muss nur schnell der Hausmeister informiert werden, der sich anschließend darum kümmert.

+Mitbewohner: Es kann natürlich auch zu positiven Begegnungen kommen. Ich habe hier beispielsweise meinen Freund kennengelernt. Außerdem lernt man mit den verschiedensten Arten von Menschen umzugehen und klarzukommen.

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Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er für diese Wohnsituation gemacht ist oder nicht. Ich persönlich würde es bevorzugen alleine zu wohnen aber möchte einerseits nicht Unmengen an Geld für Miete ausgeben und außerdem bin ich zu faul mich tatsächlich auf Wohnungssuche zu begeben, was wie bereits erwähnt nicht gerade die angenehmste Freizeitbeschäftigung ist. Mittlerweile habe ich mich auch an all die negativen Faktoren gewöhnt, sodass ich schon relativ zufrieden hier bin 🙂

Alina

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