Pille absetzen: Gründe, Erfahrung, Alternative

Seit ein paar Jahren hört man von immer mehr Frauen, die sich dazu entschieden haben die Pille abzusetzen. Auch ich habe mich immer mehr mit diesem Thema befasst und bin zu dem Entschluss gekommen mich von diesem Medikament zu trennen.
Natürlich ist nicht alles schlecht an der Pille, schließlich ist es ein sehr zuverlässiges Verhütungsmittel und lindert meist Regelschmerzen, sowie unreine Haut. Das sind jedoch auch schon die einzigen Vorteile, die mir einfallen und die Nebenwirkungen überwiegen definitiv. Jeder reagiert anders auf die Hormone, dies ist auch abhängig von der jeweiligen Art, die man vom Frauenarzt verschrieben bekommt. Ich kann also lediglich von meiner persönlichen Erfahrung berichten.

G R Ü N D E

Ein großes Problem der Pille ist für mich der Fakt, dass man daran denken muss sie zu nehmen. Natürlich kann man sich Wecker und Erinnerungen stellen, aber auch die helfen nicht immer. Ich habe mich auf 20 Uhr als tägliche Einnahme-Uhrzeit festgelegt, doch wenn ich abends unterwegs war, kam es öfter vor, dass mir erst zu einem späteren Zeitpunkt einfiel die Pille einzunehmen.

Außerdem hatte ich immer mehr mit Migräne zu kämpfen. Da Migräne mehr ist als einfach nur Kopfschmerzen, hat mich das öfters ziemlich eingeschränkt. Dies kann natürlich auch andere Ursachen haben (bspw. Stress), aber seitdem Absetzen hatte ich nurnoch einen Anfall weshalb ich stark davon ausgehe, dass auch hier die Pille der Auslöser war.

Ich konnte auch während der Einnahme eine Veränderung von meinem Charakter feststellen. Durch die Pille war ich ziemlich leicht reizbar und hatte immer mal wieder sehr launische Phasen. Außerdem war ich viel emotionaler als ich es normalerweise gewohnt von mir bin. Oft kam es dazu, dass ich mir in bestimmten Situationen dachte „Warum habe ich gerade so reagiert? Warum heule ich wegen dieser Kleinigkeit? Warum bin ich so?“.

Da die Pille von vielen Frauenärzten (meiner Meinung nach) viel zu leichtfertig und ohne große Erklärung verschrieben wird, habe ich mich auch nie wirklich damit befasst. Ich wusste somit garnicht was ich da überhaupt zu mir nehme und was es mit meinem Körper anstellt. Letztendlich wurde mir klar, dass ich kaum ein Medikament mit so einer langer Liste an Nebenwirkungen (die auch nicht selten auftreten) zu mir nehmen würde. Warum soll ich also weiterhin die Pille nehmen, wenn es doch auch zahlreiche Alternativen gibt?

A L T E R N A T I V E

Durch das Absetzen der Pille stellt sich natürlich die Frage, was man als alternative Verhütungsmethode wählen soll. Hierfür gibt es eine Menge anderer Möglichkeiten, da ich jedoch nicht nochmal künstliche Hormone in meinem Körper wollte, habe ich mich schnell auf drei Möglichkeiten begrenzt: Kupferspirale, Kupferkette und Kupferball.

Zuerst tendierte ich am Meisten zur Spirale, da ich einige Leute in meinem Umfeld kenne, die sich dafür entschieden haben und sehr zufrieden damit sind. Jedoch wählte ich dann die Kupferkette, da es im Grunde dieselbe Funktionsweise hat, aber die Kette ist sozusagen eine Weiterentwicklung der Spirale und deshalb kleiner wodurch weniger Schmerzen verursacht werden. Diese wird allerdings nur von wenigen Gynäkologen eingesetzt, weil sie eine bestimmte Ausbildung dafür brauchen. Auf https://www.verhueten-gynefix.de/aerztefinder (offizielle Webseite der GyneFix Kupferkette) findet man alle Ärzte, die das anbieten.

Ich empfehle euch, sich keine Horrorgeschichten über das Einsetzen im Vorfeld durchzulesen, denn dadurch macht man sich unnötig verrückt. Als es bei mir soweit war, hatte ich ziemlich große Angst vor den Schmerzen und spielte auch mit dem Gedanken, um eine Betäubung zu bitten. Ich habe es jedoch auch ohne überlebt und die Schmerzen sind zwar für kurze Zeit ziemlich stark, aber das hält tatsächlich nur ca. 20 Sekunden an und danach ging es mir gleich wieder gut. Das ist natürlich auch abhängig vom persönlichen Schmerzempfinden des Einzelnen.

Die Kosten für eine Kupferkette sind zwar ziemlich hoch, doch wenn man es auf 5 Jahre runterrechnet, ist es günstiger als die Pille. Ich zahlte für das Einsetzen 390€ und zusätzlich fallen jeweils 30€ für eine halbjährige Untersuchung an, da dies nicht von der Krankenkasse übernommen wird (außer man ist U20).

Bisher bin ich vollkommen zufrieden mit meiner Entscheidung. Der einzige Nachteil ist jedoch, dass die Regelschmerzen stärker auftreten, doch das nehme ich gerne in Kauf, wenn ich dafür meinen Körper schonen kann.

Alina

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