Minimalismus – Erleichterung oder Einschränkung?

Minimalismus. Ich glaube mittlerweile hat jeder von uns schon einmal dieses Wort gehört. Doch was bedeutet das eigentlich und wann ist man denn ein Minimalist?
Für mich war immer klar: Minimalismus heißt sich einschränken zu müssen und so wenig zu besitzen wie nur irgendwie möglich. Doch je mehr ich mich damit auseinandergesetzt habe, desto bewusster wurde mir, dass das nicht ganz stimmt.

Schon länger habe ich mich in meinem Zimmer unwohl gefühlt. Ich wusste, dass jede meiner Schubladen kurz vorm Überquellen ist und ich einen Großteil der Sachen, die ich besitze kaum bis gar nicht verwende. Deshalb nahm ich mir vor nach meinen Klausuren mal so richtig auszumisten.
Und da sind wir auch schon beim ersten wichtigen Punkt von Minimalismus: sich von Dingen zu trennen, die eine Last für dich darstellen. Das ist natürlich nicht immer so leicht. Ich selbst bin ein recht nostalgischer Mensch und schwelge bei bestimmten Gegenständen gerne in Erinnerung. Viele Dinge, die ich besitze stellen dennoch keinerlei Nutzen für mich dar. Aber wegwerfen kann ich das doch nicht! Oder…?! Es kostet natürlich etwas Überwindung, jedoch fühlte ich mich tatsächlich irgendwie freier, je mehr unnützes Zeug in der Tonne landete. Es ist schon verrückt, man denkt diese Sachen sind so wichtig fürs Leben und trotzdem lebe ich nun einfach ohne sie weiter wie bisher, wenn nicht sogar besser.

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Mal so richtig auszumisten, ist natürlich erst der Anfang von richtigem Minimalismus. Denn nur weil man nun genug Platz daheim geschaffen hat, bedeutet das nicht, dass man diesen sofort wieder mit neuen Gegenständen füllen sollte. Viele meiner bisherigen Käufe passierten ziemlich impulsiv und ohne groß darüber nachzudenken. Doch dieses Glücksgefühl, das man verspürt, wenn man sich gerade etwas Neues zugelegt hat, ist meist nicht von Dauer. Deshalb sollte man sich auch auf rationaler Ebene überlegen, was für einen Nutzen es stiften wird.

Ich glaube nicht, dass ich jemals ein „richtiger Minimalist“ werde und das ist auch überhaupt nicht mein Ziel. Aber dennoch möchte ich mich nichtmehr beschwert fühlen, durch zu viel Besitz und werde von nun an einfach ein wenig achtsamer konsumieren.

Alina 🙂

 

Meine Tipps zum Ausmisten:

-Zimmer aufteilen (Kleiderschrank, Kommode, Schreibtisch, …) und nacheinander vorgehen
-Welchen Wert hat dieser Gegenstand für mich? Macht er mich glücklich?
-nicht nur wegwerfen, sondern verkaufen -> besseres Zuhause dafür finden + Geld verdienen
-Videos/Dokus zum Thema anschauen für mehr Motivation

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