Fight or Flight? – Was Social-Media mit uns macht

Ich habe letztens einen Podcast von „A mindful mess“ angehört, welcher mich nachdrücklich beeindruckt hat. Die Folge heißt „#53 Tschüss Instagram!“ und handelt von der Entscheidung Instagram für eine Weile zu löschen.

Bevor ich den Podcast angehört habe, dachte ich die Autorin würde davon erzählen, wie sie einfach viel zu viel Zeit auf Social-Media verbringt und das Gefühl hat davon abgelenkt und eingenommen zu werden. Deshalb will sie nun für eine Weile darauf verzichten. So geht es ja Vielen heutzutage.

Doch in Wahrheit steckt viel mehr dahinter, warum die Autorin kein Instagram mehr verwendet. Ergebnisse von Studien beweisen, dass Social Media Angstzustände und andere kognitiven Störungen hervorruft. Wenn ich so etwas normalerweise höre, denke ich mir im ersten Moment, dass ich nicht davon betroffen bin. Doch dann habe ich den Podcast weitergehört und herausgefunden was die genauen Ursachen für die Angstzustände sind.

Bei jeder Nachricht die wir bekommen wird Dopamin ausgeschüttet und wir erleben ein kurzes Hochgefühl. Früher wurde man in dieses Hochgefühl nur versetzt, wenn es um Leben oder Tod ging. Alle Müdigkeit, Hunger und andere Bedürfnisse entfliehen und wir sind bereit zu kämpfen oder eben zu fliehen. Erhalten wir ständig Nachrichten sind wir andauernd auf Hochtouren und immer wieder in dieser Fight-or-Flight-Situation. Dadurch befinden wir uns ständig in Unruhe, was zu den Angstzuständen führt und unsere Aufmerksamkeitsspanne senken lässt.

Nachdem ich davon gehört hatte, war ich tatsächlich überrascht, dass diese Störungen wissenschaftlich nachgewiesen sind. Ich persönlich kenne tatsächlich das Gefühl tagsüber und auch abends viel auf Instagram und Co unterwegs zu sein und dann abends im Bett noch stundenlang wach zu liegen, da ich nicht einschlafen kann. Ich kenne auch das kurze „Glücksgefühl“, welches man verspürt, wenn man eine Nachricht auf WhatsApp, Insta oder Snapchat erhält. Auch wenn die Nachricht völlig unnötig ist, will ich sofort wissen von wem sie ist und was drinnen steht. Bin ich also auch süchtig und sollte mein Social-Media-Accounts erstmal für eine Weile löschen? – Meine Erkenntnis ist, dass ich mit dem Thema auf jeden Fall sensibler umgehen möchte und genauer beobachten will wie ich mich verhalte. Wenn ich merke, dass mein Konsum wirklich ausartet und ich Angststörungen verspüre, ist eine Art Cleanse von Social-Media sicherlich die beste Lösung.

Sophia ❤

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